Während die Profis des 1. FC Köln aktuell mit dem Abstiegskampf beschäftigt sind, keimt in der Nachwuchsabteilung neue Hoffnung auf. Die U17-Mannschaft des Effzeh hat sich in dieser Saison zu einem wahren Talenteschuppen entwickelt und begeistert Fans und Verantwortliche gleichermaßen. In den Jugendteams des Geißbockheims reift gerade eine goldene Generation heran, die mittelfristig den Weg in die erste Mannschaft finden könnte.
Allen voran sticht Torhütertalent Leon Urbig hervor, der jüngere Bruder von RB Leipzigs Jonas Urbig. Mit seinen reflexstarken Paraden und seiner Ruhe am Ball erinnert er bereits jetzt an große Keeper. «Leon hat die natürliche Autorität, die einen Spitzentorhüter auszeichnet», schwärmt Nachwuchskoordinator Thomas Klein. Die Trainingseinheiten mit den Profitorhütern tragen bereits Früchte.
Im Mittelfeld wirbelt der technisch versierte Max Finkgräfe, dessen Spielübersicht selbst erfahrene Trainer beeindruckt. Mit erst 16 Jahren dirigiert er bereits das Spiel und gilt als einer der kreativsten Köpfe im deutschen Nachwuchs. Nicht weniger vielversprechend zeigt sich Stürmer Elias Bakatukanda, der in dieser Saison bereits 14 Tore erzielt hat und mit seiner Physis selbst ältere Verteidiger vor Probleme stellt.
Die Abwehr wird von Tim Giesen zusammengehalten, einem kopfballstarken Innenverteidiger mit erstaunlichem Stellungsspiel. Komplettiert wird das Quintett durch Flügelspieler Justin Diehl, dessen Tempodribblings an frühe Tage von Lukas Podolski erinnern – kein Wunder, dass bereits einige Bundesligisten ihre Fühler ausstrecken.
FC-Geschäftsführer Christian Keller beobachtet die Entwicklung genau: «Diese Jungs könnten in zwei, drei Jahren unsere Transferpolitik maßgeblich beeinflussen.» In Zeiten knapper Kassen und eines Transferverbots könnte der goldene Jahrgang tatsächlich zum Hoffnungsträger werden. Die Fans am Geißbockheim träumen jedenfalls schon von der nächsten großen FC-Generation. Manchmal liegt die Zukunft eben näher, als man denkt.