Die personelle Situation beim TSV 1860 München spitzt sich vor dem wichtigen Drittligaspiel gegen Rot-Weiss Essen dramatisch zu. Nicht weniger als sieben Spieler werden den «Löwen» am kommenden Spieltag fehlen – ein herber Schlag für Trainer Argirios Giannikis, der seine Aufstellung kräftig umbauen muss.
Die Lazarettliste liest sich wie ein Who-is-Who der Münchner Stammkräfte. Besonders bitter: Leistungsträger Manfred Starke muss nach seiner fünften Gelben Karte zwangsweise pausieren. Gleichzeitig fallen mit Mansour Ouro-Tagba, Florian Bähr und Kilian Ludewig gleich drei Spieler verletzungsbedingt aus. Das Quartett wird komplettiert durch die Langzeitverletzten Julian Guttau, Jesper Verlaat und Morris Schröter, die ebenfalls nicht zur Verfügung stehen.
«Wir stehen vor einer echten Herausforderung», gestand mir Giannikis gestern beim Abschlusstraining. «Aber jetzt müssen eben andere in die Bresche springen und ihre Chance nutzen.» Der Druck auf die Münchner wächst dabei stetig. Mit nur 37 Punkten aus 31 Spielen stecken die «Löwen» noch immer im Abstiegskampf fest, während RW Essen mit 46 Zählern im gesicherten Mittelfeld rangiert.
Besonders auf die verbliebenen Führungsspieler wie Kapitän Fabian Greilinger wird es ankommen. «Wir haben schon häufiger bewiesen, dass wir auch in schwierigen Phasen zusammenhalten können», betonte der 23-Jährige. Nach der bitteren 0:2-Niederlage gegen Sandhausen braucht 1860 dringend Punkte, um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten. Ob die stark dezimierte Mannschaft gegen das formstarke Essen bestehen kann, wird sich am Samstag im Grünwalder Stadion zeigen.