In Dresden hat ein Fahrraddiebstahl in der Neustadt für Aufsehen gesorgt. Ein 31-jähriger Mann wurde heute in den frühen Morgenstunden festgenommen, nachdem aufmerksame Anwohner beobachteten, wie er ein hochwertiges E-Bike mit einem Bolzenschneider aufbrach. Die Polizei konnte den Verdächtigen nur wenige Straßen entfernt stellen. Der Schaden wird auf rund 3.500 Euro geschätzt.
Der Fall reiht sich in eine besorgniserregende Statistik ein. Allein in den vergangenen vier Wochen wurden in Dresden über 120 Fahrraddiebstähle angezeigt – ein Anstieg von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. «Wir sehen eine zunehmende Professionalisierung der Täter», erklärt Kriminalhauptkommissarin Jutta Lehmann. «Viele der gestohlenen Fahrräder tauchen später auf Online-Marktplätzen wieder auf.»
Als ich vor einigen Jahren für eine Reportage einen Nachtdienst mit der Dresdner Polizei begleitete, fiel mir bereits auf: Die Diebe haben es besonders auf teure E-Bikes und Fahrräder namhafter Hersteller abgesehen. Dieser Trend hat sich verstärkt.
Ein weiterer Vorfall beschäftigte die Beamten in der Altstadt. In einer Tiefgarage am Postplatz brachen Unbekannte sieben Fahrzeuge auf. Die Täter entwendeten Navigationsgeräte und Airbags im Wert von über 10.000 Euro. «Die präzise Vorgehensweise deutet auf Bandenkriminalität hin», so ein Polizeisprecher.
Für Dresdner bedeuten die steigenden Diebstahlzahlen vor allem eines: mehr Vorsicht. Experten raten zu GPS-Trackern für wertvolle Räder und empfehlen, in sichere Schlösser zu investieren. Die Polizei hat inzwischen Sonderstreifen in den betroffenen Stadtteilen eingerichtet.
Bleibt die Frage: Reichen solche Maßnahmen aus? Oder braucht es ein umfassenderes Konzept für mehr Sicherheit in unserer Stadt?