Die Verletztenmisere beim BVB nimmt einfach kein Ende. Beim gestrigen Europa League-Spiel gegen Bodø/Glimt (1:0) mussten gleich zwei Leistungsträger vorzeitig vom Platz – ein Szenario, das Dortmund-Fans mittlerweile schmerzlich vertraut vorkommt.
Besonders bitter traf es Julian Brandt, der bereits nach 34 Minuten mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden musste. Nach einem unglücklichen Zweikampf fasste sich der Mittelfeldspieler sofort an den Oberschenkel – ein klassisches Zeichen für eine Muskelverletzung. Für ihn kam Felix Nmecha ins Spiel.
Doch damit nicht genug: In der 77. Minute erwischte es auch Kapitän Emre Can, der ebenfalls mit Oberschenkelproblemen vom Platz humpelte. Pascal Groß übernahm seine Position. Nach dem Spiel gab Trainer Nuri Şahin zu: «Wir müssen abwarten, aber es sieht nicht gut aus. Bei Julian spricht vieles für eine Muskelverletzung.»
Die beiden Ausfälle reihen sich ein in eine besorgniserregende Liste: Mit Donyell Malen, Karim Adeyemi und Julien Duranville fallen bereits drei Offensivspieler aus. Dazu kommen die Langzeitverletzten Yan Couto und Sebastien Haller. Auch Marcel Sabitzer laboriert noch an den Folgen eines Infekts.
Ausgerechnet vor dem wichtigen Bundesliga-Spiel gegen Freiburg am Sonntag wird die Personaldecke immer dünner. Şahin muss improvisieren – mal wieder. Die Dortmunder Verletzungsmisere entwickelt sich langsam zum Dauerzustand. Die Frage ist nicht mehr, ob es jemanden trifft, sondern nur noch wen und wann.