Nach langem Hin und Her ist es nun offiziell: Sven Mislintat übernimmt ab Januar den Posten des Sportdirektors bei Fortuna Düsseldorf. Der 52-jährige «Diamantenauge», wie er wegen seines Talents für die Entdeckung außergewöhnlicher Spieler genannt wird, tritt die Nachfolge von Klaus Allofs an, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Eine überraschende Personalie, die in der Fußballwelt für Aufsehen sorgt.
Mislintat bringt einen beeindruckenden Erfahrungsschatz mit. Seine Karriere führte ihn vom BVB über den VfB Stuttgart bis hin zu Arsenal London. Besonders bekannt wurde er durch die Entdeckung von Talenten wie Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang. «Ich freue mich auf die neue Herausforderung in Düsseldorf. Die Fortuna hat enormes Potenzial», erklärte Mislintat gestern auf der Pressekonferenz. Vorstandschef Alexander Jobst betonte: «Mit Sven gewinnen wir einen der profiliertesten Kaderplaner Deutschlands, der unsere ambitionierten Ziele teilt.»
Die Erwartungen sind hoch. Nach dem knapp verpassten Aufstieg in der letzten Saison soll Mislintat frischen Wind in den Verein bringen. Seine Expertise im Scouting und seine internationalen Kontakte könnten goldwert sein. Die Fortuna-Fans reagieren überwiegend positiv, auch wenn mancher skeptisch bleibt. Schließlich endete Mislintats Zeit beim VfB Stuttgart nach internen Querelen vorzeitig.
Spannend wird sein, wie Mislintat mit dem begrenzten Budget der Fortuna umgeht. Seine ersten Transfers werden mit Spannung erwartet. Kann er auch in Düsseldorf verborgene Talente aufspüren und den Verein zurück in die Bundesliga führen? Die Antwort gibt’s ab Januar, wenn der «Diamantensucher» seine Arbeit am Rhein aufnimmt. Für die Fortuna könnte diese Verpflichtung ein echter Glücksgriff sein – oder ein teures Experiment.