Die Sorge um das Grundwasser wächst in Teilen von Dresden. In den Stadtteilen Klotzsche und Weixdorf wurden erhöhte PFAS-Werte gemessen – jene schwer abbaubaren Chemikalien, die als «ewige Chemikalien» bekannt sind und mit Gesundheitsrisiken in Verbindung stehen. Nach neuesten Messungen liegt die Belastung über den empfohlenen Grenzwerten des Umweltbundesamtes.
Insgesamt wurden an zwölf Messstellen die Richtwerte überschritten. Die höchsten Konzentrationen fand man nahe des Flughafens Dresden-Klotzsche, wo jahrzehntelang Löschschäume mit PFAS bei Übungen eingesetzt wurden. «Wir nehmen diese Situation sehr ernst», erklärt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. «Es besteht aber keine akute Gefahr für die Bevölkerung.»
Die Stadt hat umgehend reagiert und ein mehrstufiges Maßnahmenpaket geschnürt. Trinkwasserbrunnen in Privatgärten werden kostenlos überprüft, und betroffene Anwohner erhalten Beratung. Zudem werden zusätzliche Messstellen eingerichtet, um die Ausbreitung der Schadstoffe genauer zu überwachen.
Als ich gestern mit Anwohnern in Klotzsche sprach, war die Verunsicherung spürbar. «Wir wässern seit Jahrzehnten unsere Gärten mit dem Brunnenwasser», erzählte mir Rentnerin Helga Schmidt besorgt.
Expertinnen des Umweltamtes raten Betroffenen vorerst, ihr Brunnenwasser nicht für Gemüsebeete oder zum Befüllen von Planschbecken zu nutzen. Die Sanierung wird allerdings Jahre dauern und Millionen kosten. Bleibt zu hoffen, dass die «ewigen Chemikalien» nicht zu einem ewigen Problem für Dresden werden.