Der FC Bayern München hat einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Frauenfußballs gesetzt. Der Rekordmeister gab gestern den Kauf des Stadions in Unterhaching bekannt, das künftig die Heimat der FC Bayern Frauen sein wird. Ein bemerkenswerter Schritt, der die wachsende Bedeutung des Frauenfußballs unterstreicht – und gleichzeitig die digitale Fankultur neu definieren könnte.
Die Zahlen sprechen für sich: Die Zuschauerzahlen im Frauenfußball sind in den letzten zwei Jahren um mehr als 60 Prozent gestiegen. Mit dem eigenen Stadion reagiert der FC Bayern nicht nur auf diesen Trend, sondern schafft auch eine Infrastruktur, die neue Maßstäbe setzen wird. Besonders spannend sind die geplanten digitalen Features des modernisierten Stadions. Von personalisierten Fan-Erlebnissen über eine verbesserte App-Integration bis hin zu innovativen Echtzeit-Statistiken – das «Frauen-Stadion» soll zum digitalen Vorzeigemodell werden.
«Mit dem eigenen Stadion schaffen wir nicht nur eine physische, sondern auch eine digitale Identität für unsere Frauen-Mannschaft», erklärt Bianca Rech, Sportliche Leiterin der FC Bayern Frauen. «Wir wollen eine Umgebung schaffen, in der Fans das Spiel auf völlig neue Art erleben können.» Das Stadion in Unterhaching soll nach dem Umbau rund 5.000 Zuschauer fassen und mit modernster Technologie ausgestattet sein.
Der FC Bayern geht damit einen Weg, den andere europäische Top-Clubs bereits eingeschlagen haben. Der FC Barcelona hat mit seinem eigenen Frauen-Stadion «Estadi Johan Cruyff» bereits bewiesen, dass separate Spielstätten die Identifikation der Fans stärken können. Interessant wird sein, wie die digitale Community um das neue Bayern-Frauen-Stadion wachsen wird. Werden wir bald eigene digitale Fan-Clubs, spezifische Social-Media-Kanäle und exklusive Content-Formate sehen, die nur aus Unterhaching kommen?
Die Entwicklung zeigt jedenfalls: Der digitale Fußball-Fan von morgen konsumiert seinen Sport differenzierter und individueller. Das neue Stadion der Bayern-Frauen könnte zum Testlabor für die Fan-Erfahrung der Zukunft werden – physisch wie digital.