Das Warten hat ein Ende. Tennis-Star Alexander Zverev hat gestern per Instagram-Livestream seine Teilnahme am ATP-Turnier 2025 in München bestätigt – eine Nachricht, die innerhalb von Minuten die sozialen Netzwerke flutete. Der Olympiasieger kehrt damit zum traditionsreichen Sandplatzturnier am Aumeister zurück, das er bereits zweimal gewinnen konnte.
Die Art seiner Ankündigung zeigt, wie sehr sich die Sportvermarktung gewandelt hat. Nicht über Pressemitteilungen oder klassische Medien, sondern über einen spontan wirkenden 12-Minuten-Stream erreichte Zverev seine Fans direkt. «München ist für mich wie ein Heimspiel. Die Atmosphäre und die Nähe zu den Fans macht dieses Turnier besonders«, erklärte der 27-jährige Hamburger während des Streams, bei dem zeitweise über 40.000 Zuschauer eingeschaltet waren.
Die Veranstalter haben reagiert und setzen 2025 verstärkt auf digitale Fan-Erlebnisse. Laut Turnierdirektor Patrik Kühnen werden erstmals KI-gestützte Echtzeit-Analysen für Zuschauer verfügbar sein. «Wir wollen das Turnier für die nächste Generation öffnen. Mit der neuen ATP TennisAI-App können Fans während der Matches detaillierte Leistungsdaten und Vorhersagen abrufen», so Kühnen gegenüber dem Münchner Merkur.
Bemerkenswert ist auch die neue Partnerschaft mit regionalen Tech-Startups, die während des Turniers ihre Sport-Innovationen präsentieren dürfen. Tennis entwickelt sich zum Technologie-Showcase, während es gleichzeitig seine Tradition bewahrt. Der Spagat zwischen bayerischer Tradition und digitaler Innovation ist typisch für München – und genau diese Mischung macht den Reiz aus.
Was bedeutet es für den Sport, wenn digitale Ankündigungen mehr Aufmerksamkeit generieren als die Turniere selbst? Diese Frage wird die Tenniswelt noch länger beschäftigen. Fakt ist: Mit Zverevs Teilnahme und den digitalen Neuerungen bleibt München ein Turnier, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung findet.