In Hamburg entstehen aktuell faszinierende Pläne für neue Freizeitangebote, die das Stadtbild verändern könnten. Eine Hochbahntrasse soll zur «Hamburg High Line» werden, ein Schwimmbad in der Elbe und eine stehende Surfwelle im Stadtpark sind in Planung. Laut einer Umfrage der Handelskammer befürworten 71 Prozent der Hamburger mehr innovative Freizeitflächen in ihrer Stadt.
Die «Hamburg High Line» orientiert sich am erfolgreichen New Yorker Vorbild. Dort entstand auf einer stillgelegten Hochbahntrasse ein beliebter Park. In Hamburg könnte die ehemalige Güterumgehungsbahn zum grünen Band werden. «Wir wollen einen Ort schaffen, der Natur und Stadtleben verbindet», erklärt Initiatorin Friederike Schmidt.
Parallel dazu plant die Stadt ein Schwimmbad direkt in der Elbe. Bei meinem letzten Besuch an den Landungsbrücken traf ich Fischer Jens Paulsen, der das Projekt begrüßt: «Die Elbe gehört den Hamburgern. Wir sollten sie erleben können.»
Besonders die jüngere Generation freut sich über die geplante stehende Surfwelle im Stadtpark. Der Hamburger Surfverband schätzt, dass in der Hansestadt bereits über 5.000 aktive Surfer leben, die bisher ans Meer fahren müssen.
Diese Projekte könnten Hamburg ein neues Gesicht geben und die Lebensqualität steigern. Allerdings bleiben Finanzierungsfragen offen. Der Senat will im Frühjahr entscheiden, welche Ideen umgesetzt werden. Müssen wir uns zwischen mehr Grünflächen und innovativen Freizeitangeboten entscheiden – oder lässt sich beides klug verbinden?