Als ich am Heiligabend gerade telefonisch Informationen über die Weihnachtsruhe in Bayern einholte, kam die Nachricht über einen verheerenden Brand in Passau herein. Eine sechsköpfige Familie saß beim Weihnachtsessen zusammen, als gegen 18 Uhr plötzlich Flammen aus ihrem Bauernhof schlugen. Was als besinnlicher Abend beginnen sollte, endete in einer Tragödie.
Das Feuer griff schnell auf das gesamte Gebäude über. «Wir konnten nur zusehen, wie unser Zuhause in Flammen aufging», berichtete der 42-jährige Familienvater mit zitternder Stimme. Die Familie konnte sich glücklicherweise unverletzt ins Freie retten. Auch die Tiere – mehrere Hühner und Kaninchen – wurden von Nachbarn und der Familie selbst aus den Ställen geholt.
Die Feuerwehr rückte mit 130 Einsatzkräften an, doch der Hof brannte trotz aller Bemühungen bis auf die Grundmauern nieder. Laut Polizei Niederbayern liegt der Sachschaden bei etwa 500.000 Euro. Die Brandursache ist noch unklar – erste Ermittlungen deuten jedoch auf einen technischen Defekt hin.
Die Hilfsbereitschaft in der Region ist überwältigend. Als ich mit Anwohnern sprach, erzählten mir mehrere von spontanen Spendenaktionen. «Das ist typisch für uns Niederbayern», meinte eine ältere Dame aus der Nachbarschaft. «Wenn’s brennt, halten wir zusammen – nicht nur beim Löschen.»
Die Familie kommt vorerst bei Verwandten unter. Der Bürgermeister kündigte bereits Unterstützung an. Eine Tragödie, die zeigt: Manchmal liegt zwischen festlicher Stimmung und Katastrophe nur ein Augenblick – und zwischen Verzweiflung und Hoffnung oft nur die Hilfe der Gemeinschaft.