Die Gewitter, die gestern Abend über das Saarland zogen, haben Spuren hinterlassen. Rund 50 Mal musste die Polizei ausrücken, besonders im Raum Saarbrücken, wo umgestürzte Bäume und herabfallende Äste für Gefahr sorgten. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt – ein glücklicher Umstand angesichts der Wucht des Sturms.
„Es war beeindruckend zu sehen, wie schnell sich die Lage zuspitzte», berichtet ein Polizeisprecher in Saarbrücken. Die meisten Einsätze betrafen blockierte Straßen durch umgefallene Bäume, besonders auf der A1 bei Eppelborn und der A8 bei Merzig.
Ich erinnere mich an ähnliche Unwetterlagen im vergangenen Sommer in Baden-Württemberg. Auch damals überraschte die Intensität der Gewitter viele Menschen. Die Wetterdienste hatten zwar gewarnt, aber die lokale Stärke der Böen war kaum vorherzusagen.
In Saarlouis sorgte ein umgestürzter Baum für Stromausfälle in mehreren Straßenzügen. Die Energieversorger arbeiteten bis in die Nacht, um die Versorgung wiederherzustellen. „Wir mussten Prioritäten setzen, zunächst bei kritischer Infrastruktur», erklärte ein Mitarbeiter der Stadtwerke.
Bemerkenswert war die Hilfsbereitschaft der Anwohner. In mehreren Gemeinden packten Bürger spontan mit an, um kleinere Äste zu beseitigen und Nachbarn zu helfen. Diese Solidarität ist typisch für unsere Region – wenn’s drauf ankommt, hält man zusammen.
Die Aufräumarbeiten werden heute fortgesetzt. Meteorologen warnen, dass solche Wetterereignisse durch den Klimawandel häufiger auftreten könnten. Für uns alle bedeutet das: Wachsam bleiben und Wetterwarnungen ernst nehmen. Denn bei aller Routine im Umgang mit Unwettern – die Natur bleibt unberechenbar.