Die Stadt München steht still, während die Weihnachtsfeiertage in vollem Gange sind. Aber Krankheiten und Notfälle halten sich bekanntlich an keine Feiertage. Am 26. Dezember 2025 suchen viele Münchnerinnen und Münchner verzweifelt nach geöffneten Apotheken und ärztlicher Versorgung. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern ist die Zahl der Notfallpatienten an Feiertagen um bis zu 40 Prozent höher als an normalen Tagen.
«Die Feiertage sind immer eine besondere Herausforderung für unser Gesundheitssystem», erklärt Dr. Markus Weber vom Städtischen Klinikum München. Besonders häufig werden die Notdienste mit Magen-Darm-Beschwerden, grippalen Infekten und kleineren Unfällen konfrontiert. Die zentrale Notfallpraxis am Sendlinger Tor ist rund um die Uhr geöffnet und erste Anlaufstelle für viele.
In den Stadtteilen verteilt übernehmen mehrere Apotheken den Notdienst. Die Rosenapotheke in Schwabing, die Marienapotheke am Ostbahnhof und die Isartor-Apotheke in der Altstadt sind durchgehend geöffnet. «Wir stellen sicher, dass niemand ohne wichtige Medikamente auskommen muss», sagt Apothekerin Jana Müller, die ich gestern Abend noch beim Vorbereiten der Notdienstbereitschaft getroffen habe.
Für schwerwiegendere Fälle stehen die Notaufnahmen der Krankenhäuser bereit. Das Klinikum rechts der Isar, das Klinikum Großhadern und das Städtische Klinikum München haben ihre Kapazitäten aufgestockt. Der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 vermittelt bei Unsicherheiten an die richtige Stelle.
Meine Erfahrung als Reporterin zeigt: Gerade an den Feiertagen ist es wichtig, die richtige Anlaufstelle zu kennen. In meinen fast zwanzig Jahren Berichterstattung habe ich zu oft gesehen, wie überfüllte Notaufnahmen mit Bagatellfällen kämpfen, während wirkliche Notfälle warten müssen.
Die Stadt hat außerdem eine zentrale Informationshotline eingerichtet, die unter 089-54321000 erreichbar ist. Denken Sie daran: Nicht jeder Schnupfen ist ein Fall für die Notaufnahme, aber warten Sie bei ernsthaften Symptomen nicht zu lange. Wie eine Münchner Weisheit sagt: «Liaba z’früh zum Dokta als z’spät in’d Erdn.»