Die Morgenstille eines Wohnblocks in Berlin-Hellersdorf wurde heute um 6 Uhr jäh unterbrochen. Ein Mann randalierte im Treppenhaus, bedrohte Anwohner mit einem Messer. Als die alarmierten Polizeibeamten eintrafen, eskalierte die Situation. Ein Polizist gab einen Schuss ab und verletzte den Randalierer. Der Vorfall reiht sich in eine beunruhigende Serie von Messerangriffen in der Hauptstadt ein.
Die Polizei wurde von verängstigten Anwohnern gerufen, weil der Mann lautstark im Hausflur tobte und mit einem Messer hantierte. Als die Beamten eintrafen, richtete der Randalierer seine Waffe gegen sie. «Trotz mehrfacher Aufforderung, das Messer fallenzulassen, bewegte sich der Mann bedrohlich auf die Einsatzkräfte zu«, erklärte ein Polizeisprecher vor Ort.
Nach dem Schuss wurde der Verletzte sofort medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Über seinen Gesundheitszustand ist derzeit nichts Näheres bekannt. Die Hintergründe seines aggressiven Verhaltens bleiben unklar – war es ein psychischer Ausnahmezustand oder steckte etwas anderes dahinter?
Für die Anwohner in Hellersdorf war es ein Schock. «Man liest immer davon, aber wenn es im eigenen Haus passiert, ist das etwas ganz anderes», erzählte mir eine ältere Dame, die seit über 30 Jahren im Kiez wohnt. Ihre Hände zitterten noch Stunden nach dem Vorfall.
In meinen fast zwei Jahrzehnten als Reporterin habe ich beobachtet, wie die Einsätze mit Messern zugenommen haben. Die Berliner Polizei trainiert regelmäßig für solche Situationen, dennoch bleibt jeder Einsatz unberechenbar.
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, wie es in solchen Fällen üblich ist. Für die Anwohner in Hellersdorf bleibt die Frage, wie sicher ihr Zuhause noch ist. In den kommenden Tagen wird die Polizeipräsenz im Viertel verstärkt. Was bleibt, ist die Erkenntnis: Selbst die morgendliche Stille bietet keine Garantie mehr für Sicherheit in der Großstadt.