Die Frankfurter Löwen haben es tatsächlich geschafft: Nach einer schier endlosen Serie von zehn Niederlagen gelang dem Team aus der Mainmetropole am Sonntag ein überraschender 3:2-Erfolg beim Eishockey-Giganten EHC Red Bull München. Ausgerechnet beim amtierenden Deutschen Meister, wo die Löwen seit ihrem DEL-Aufstieg 2022 noch nie gewinnen konnten, platzte der Knoten.
Die Geschichte des Spiels begann alles andere als vielversprechend. Schon nach drei Minuten gerieten die Frankfurter in Rückstand, als Münchens Andreas Eder traf. Doch statt einzuknicken, zeigte das Team von Trainer Tom Rowe Charakter. Dominik Bokk glich im ersten Drittel aus, und als Cameron Brace die Löwen im zweiten Abschnitt sogar in Führung brachte, keimte Hoffnung auf.
«Wir haben in den letzten Wochen viel Frustration aufgebaut, aber heute hat jeder einzelne Spieler gekämpft wie ein Löwe», sagte Frankfurts Kapitän Reid McNeill nach dem Spiel. Die Nervosität war dem Team in der Schlussphase anzumerken. Nach Münchens erneutem Ausgleich drohte alles wieder den gewohnten, bitteren Verlauf zu nehmen.
Doch diesmal blieb das Happy End den Löwen vorbehalten. Der finnische Stürmer Dominik Bokk avancierte mit seinem zweiten Treffer acht Minuten vor Schluss zum Matchwinner. Die restliche Spielzeit verteidigte Frankfurt mit allem, was sie hatten – Torhüter Julius Hudacek parierte allein im letzten Drittel 14 Schüsse der Münchner.
Für die Löwen könnte dieser unerwartete Sieg zum Wendepunkt werden. Mit nun 21 Punkten bleiben sie zwar Tabellenvorletzter, doch der Rückstand auf die Pre-Playoff-Plätze ist auf sechs Punkte geschmolzen. Die Frage bleibt: War das ein einmaliger Ausreißer oder der Beginn einer Aufholjagd in der DEL?