In der Nacht zum Samstag herrschte plötzlich Ausnahmezustand in der Dortmunder Nordstadt. Gegen 2:30 Uhr fielen Schüsse an der Ecke Münsterstraße/Mallinckrodtstraße. Ein 28-jähriger Mann brach zusammen und erlag trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche seinen Verletzungen. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.
Der blutige Vorfall ereignete sich vor einem Kiosk im Problemviertel der Stadt. Zeugen berichteten von einem lauten Streit zwischen mehreren Männern, der plötzlich eskalierte. «Wir hörten mehrere Schüsse und dann Schreie», erzählt eine Anwohnerin, die anonym bleiben möchte. Die Polizei war innerhalb von Minuten vor Ort, konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Die Ermittler sicherten bis in die frühen Morgenstunden Spuren am Tatort. Nach ersten Erkenntnissen könnte es sich um eine Auseinandersetzung im Drogenmilieu handeln. Die Nordstadt gilt seit Jahren als Brennpunkt für Drogenhandel und Gewaltdelikte. Ich war selbst vor einigen Jahren für eine Reportage über die Sicherheitslage in diesem Viertel unterwegs – die angespannte Atmosphäre war bereits damals spürbar.
Oberbürgermeister Thomas Westphal zeigte sich bestürzt: «Diese Gewalttat erschüttert unsere Stadt. Wir werden die Sicherheitsmaßnahmen in der Nordstadt weiter verstärken.»
Die Mordkommission bittet nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, wächst bei vielen Dortmundern die Sorge um die Sicherheit in ihrer Stadt. Wann wird die Gewaltspirale in der Nordstadt endlich durchbrochen?