Die Frankfurter Polizei hat am Wochenende einen gefährlichen Raser im Stadtgebiet aus dem Verkehr gezogen. Mit 120 km/h raste ein junger Mann durch die Innenstadt, wo maximal 50 km/h erlaubt sind. Die Beamten konnten den 23-jährigen BMW-Fahrer nach kurzer Verfolgung stoppen. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt, sein Führerschein eingezogen.
Besonders brisant: Der Raser gefährdete zahlreiche Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer, die sich zu später Stunde noch in der Innenstadt aufhielten. «Dieses rücksichtslose Verhalten hätte fatale Folgen haben können», erklärt Hauptkommissar Martin Weber, der den Einsatz leitete.
Seit Jahren kämpft die Frankfurter Polizei gegen die Raser-Szene in der Mainmetropole. «Die Innenstadt ist kein Ort für Rennen oder Selbstinszenierung», betont Polizeisprecher Thomas Holzmann. Ein Problem, das ich in meiner Berichterstattung immer wieder beobachte: Die sozialen Medien befeuern den Wettbewerb um die spektakulärsten Fahrmanöver.
Besonders die Mainuferstraße und die Zeil haben sich zu Hotspots für PS-starke Fahrzeuge entwickelt. Dem Fahrer drohen nun ein Strafverfahren wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens und der längerfristige Verlust der Fahrerlaubnis.
Die Frankfurter Bürger reagieren mit Erleichterung. Wer wird der nächste sein, den die Beamten aus dem Verkehr ziehen? Die Polizei verspricht: Die Kontrollen werden fortgesetzt.