Die Trainerdiskussion bei Fortuna Düsseldorf nimmt kein Ende. Nach der jüngsten 0:2-Niederlage gegen Schalke 04 schien der Stuhl von Markus Anfang bereits bedenklich zu wackeln. Doch Sportvorstand Simon Mislintat stellte sich demonstrativ hinter seinen Coach. «Markus bleibt Trainer», erklärte er unmissverständlich gegenüber der Presse.
Dennoch bleibt die Situation angespannt. Mit nur zwei Siegen aus den letzten acht Spielen rutscht die Fortuna immer weiter von den Aufstiegsplätzen weg. Das ambitionierte Ziel Bundesliga gerät zunehmend außer Reichweite. Die Fans zeigen sich frustriert – beim letzten Heimspiel waren vereinzelte «Anfang raus»-Rufe zu hören, ein deutliches Signal der Unzufriedenheit.
«Wir müssen jetzt zusammenhalten und gemeinsam aus dieser schwierigen Phase herauskommen», betonte Anfang nach dem Training am Dienstag. Der 50-jährige Trainer wirkte dabei angespannt, aber entschlossen. Seine Körpersprache verriet, dass er um die Brisanz der Situation weiß.
Interessant ist dabei Mislintats Zeitrahmen: Er gab Anfang explizit «mindestens bis zur Winterpause» das Vertrauen. Eine Garantie darüber hinaus? Fehlanzeige. Die kommenden vier Spiele gegen Elversberg, Karlsruhe, Hannover und Braunschweig dürften damit zu Schicksalsspielen für den Coach werden.
Ex-Fortuna-Profi Axel Bellinghausen sieht die Situation differenziert: «Anfang hat die Mannschaft im Sommer neu formiert und braucht Zeit. Aber im Profifußball zählen eben Ergebnisse, und die stimmen momentan nicht.» Düsseldorfs Fußballfans bleiben skeptisch – viele erinnern sich noch an Anfangs Zeit beim 1. FC Köln, wo er trotz Tabellenführung entlassen wurde.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der «Anfang» in Düsseldorf tatsächlich weitergeht oder ob sein Name zum Programm wird.