Der dichte Nebel, der gestern über dem Dortmunder Flughafen hing, hat für erhebliche Störungen im Flugverkehr gesorgt. 21 Flüge mussten komplett gestrichen werden, weitere wurden umgeleitet. Betroffen waren vor allem Verbindungen nach Osteuropa und in den Mittelmeerraum. Die Sichtweite lag zeitweise bei unter 100 Metern – zu wenig für sichere Starts und Landungen.
Besonders hart traf es die ungarische Airline Wizz Air, deren gesamter Flugplan für den Nachmittag zusammenbrach. Viele Reisende strandeten im Terminal, einige wurden mit Bussen nach Köln/Bonn gebracht, wo ihre Maschinen umgeleitet worden waren. «Die Sicherheit unserer Passagiere hat oberste Priorität, daher konnten wir keine Kompromisse eingehen», erklärte Flughafensprecher Robert Müller.
Nach meiner Beobachtung vor Ort reagierten die meisten Fluggäste mit Verständnis. Eine junge Familie auf dem Weg nach Bukarest hatte sich in der Abflughalle eingerichtet und spielte Karten. «Was sollen wir machen? Der Nebel ist halt da», meinte der Vater achselzuckend.
Solche Nebellagen sind für den Dortmunder Flughafen keine Seltenheit. Im vergangenen Jahr musste der Betrieb an 17 Tagen wegen schlechter Sicht eingeschränkt werden. Das liegt an der besonderen Tallage, in der sich Feuchtigkeit schnell sammelt. Der Deutsche Wetterdienst erwartet, dass sich die Situation im Laufe des Tages entspannt.
Für die betroffenen Airlines bedeutet jede Streichung einen finanziellen Verlust. Doch am Ende bleibt eine einfache Wahrheit: Gegen die Natur kommt selbst die modernste Technik manchmal nicht an.