Der dreifache Torschütze Blaine Kirk war am Ende der tragische Held. Trotz seines beeindruckenden Hattricks mussten sich die Eisbären Berlin am Sonntagabend den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven mit 3:5 geschlagen geben. Eine bittere Pille für die Berliner, die damit in der DEL-Tabelle weiter abrutschen und nun den sechsten Platz belegen.
Was für ein verrücktes Spiel in der Eisarena Bremerhaven! Die Gastgeber legten fulminant los und führten bereits nach 25 Minuten mit 3:0. «Wir waren in der Anfangsphase einfach nicht präsent genug», analysierte Eisbären-Coach Serge Aubin nach dem Spiel. «In dieser Liga wird jeder Fehler sofort bestraft.»
Dann schlug die Stunde des Blaine Kirk. Der 28-jährige Kanadier, der erst seit dieser Saison das Trikot der Eisbären trägt, bewies eindrucksvoll seinen Torriecher. Mit drei Treffern innerhalb von nur 18 Minuten brachte er sein Team zurück ins Spiel. Besonders sehenswert war sein zweiter Treffer per Direktabnahme nach Zuspiel von Marcel Noebels.
Doch die Aufholjagd sollte nicht belohnt werden. Die Pinguins zeigten sich eiskalt und nutzten zwei Konter in der Schlussphase, um den Sack zuzumachen. Für die Eisbären war es bereits die vierte Niederlage aus den letzten sechs Spielen – eine besorgniserregende Entwicklung für den amtierenden Meister.
«Wir müssen wieder zu unserem Spiel finden», forderte Kapitän Kai Wissmann. «Kirks Leistung war überragend, aber Hockey ist ein Teamsport. Wir können uns nicht auf Einzelaktionen verlassen.» Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am Freitag beim Heimspiel gegen die Augsburger Panther. Dann müssen die Eisbären zeigen, dass sie noch immer ein Spitzenteam sind.