Die Silvesternacht in Berlin hat die Feuerwehr wie erwartet stark gefordert. Über 1.600 Einsätze mussten die Retter zwischen 19 Uhr am Silvesterabend und 6 Uhr am Neujahrsmorgen bewältigen. Besonders zahlreich waren Brände in der Hauptstadt – von brennenden Balkonen über Wohnungen bis hin zu Müllcontainern. Die Feuerwehr war mit zusätzlichem Personal im Dienst, um der Lage Herr zu werden.
«Wir hatten mit einer hohen Einsatzzahl gerechnet und waren entsprechend vorbereitet», erklärt Feuerwehrsprecher Karsten Göwecke. Bei den meisten Bränden handelte es sich um kleinere Feuer, die durch Feuerwerkskörper verursacht wurden. In einem Wohnhaus in Neukölln geriet ein Balkon in Brand, wodurch auch die angrenzende Wohnung beschädigt wurde. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
In Kreuzberg und Wedding mussten mehrere Kellerbrände gelöscht werden, in Marzahn stand ein Auto in Flammen. Über die genauen Ursachen wird noch ermittelt. Die Feuerwehr hatte vorsorglich ihre Personalstärke verdreifacht, was sich als notwendig erwies.
Als ich gegen Mitternacht am Alexanderplatz unterwegs war, konnte ich beobachten, wie professionell die Einsatzkräfte trotz des Chaos arbeiteten. Zwischen feiernden Menschen und Böllerlärm behielten sie die Ruhe und löschten gezielt die aufflammenden Brände.
Insgesamt verlief die Silvesternacht für die Berliner Feuerwehr anstrengend, aber beherrschbar. Verglichen mit den Vorjahren gab es etwa gleich viele Einsätze. Die genaue Schadensbilanz wird in den kommenden Tagen erwartet. Was bleibt, ist die Frage, ob das alljährliche Feuerwerk den hohen Einsatz der Rettungskräfte wert ist.