Während in Stuttgart der Jahreswechsel vergleichsweise ruhig verlief, führte ein Brand in einem Mehrfamilienhaus zu neun Verletzten. Die Polizei spricht dennoch von einem «überwiegend friedlichen Silvester» in der Landeshauptstadt. Bei dem Feuer in Stuttgart-West mussten 15 Bewohner aus dem Gebäude gerettet werden, neun kamen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus.
Als ich gestern Nacht durch die Innenstadt ging, war die Stimmung spürbar entspannter als in früheren Jahren. Viele Stuttgarter feierten auf dem Schlossplatz, wo die Polizei mit erhöhter Präsenz für Sicherheit sorgte. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Verhalten der meisten Feiernden», erklärte Polizeisprecher Markus Widmann. «Die verstärkten Kontrollen und das Böllerverbot in der Innenstadt haben sichtbar Wirkung gezeigt.»
Die Feuerwehr verzeichnete stadtweit 47 Einsätze, davon 23 Brände – ein Rückgang um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ursache für den Brand in Stuttgart-West, der gegen 1:30 Uhr ausbrach, ist noch unklar. Feuerwehrkommandant Thomas Strobl betonte: «Glücklicherweise konnten unsere Einsatzkräfte schnell reagieren. Ohne das rasche Eingreifen hätte es deutlich schlimmer ausgehen können.»
Bemerkenswert: Die Zahl der Angriffe auf Einsatzkräfte sank von 18 auf sechs. Aus meiner fast zwanzigjährigen Berichterstattung weiß ich, wie wichtig dieser Trend für die Motivation der Helfer ist. Viele Feiernde schienen sich wieder mehr auf den eigentlichen Anlass zu besinnen: das gemeinsame Begrüßen des neuen Jahres.
Für die kommende Silvesternacht erwägt die Stadt weitere Einschränkungen beim Feuerwerk. Was meinen Sie: Sollte privates Feuerwerk in Innenstädten komplett verboten werden?