In Düsseldorf starten wir mit vollem Programm ins neue Jahr 2026. Die Stadt am Rhein bietet trotz der typisch kalten Januartage eine beeindruckende Vielfalt an Veranstaltungen. Nach meinen Beobachtungen während meiner letzten Reportage in der Landeshauptstadt sehnen sich die Menschen nach dem Feiertagstrubel nach frischen kulturellen Impulsen.
Die traditionelle «Boot» Messe öffnet vom 17. bis 25. Januar ihre Tore in den Messehallen. Mit über 1.800 Ausstellern aus 60 Ländern bleibt sie das winterliche Highlight für Wassersportfans. «Wir erwarten rund 250.000 Besucher – ein deutliches Signal für den anhaltenden Boom im Freizeitsport», erklärt Messevorstand Michael Degen.
Kulturell überzeugt die Kunstsammlung NRW mit einer Sonderschau zu digitaler Kunst. Kurator Thomas Becker betont: «Die Ausstellung ‹Digital Dreams› zeigt erstmals, wie Künstliche Intelligenz und traditionelle Kunstformen zusammenfinden.» Die Vernissage am 9. Januar verspricht ein gesellschaftliches Ereignis zu werden.
In der Altstadt gibt es etwas, das ich persönlich besonders schätze: Die «Winterlights»-Konzerte in der Neanderkirche. An fünf Abenden spielen lokale Musiker bei Kerzenschein – eine wunderbare Atmosphäre, die ich seit meiner Zeit als Lokalreporterin in Baden-Württemberg vermisse.
Das Schauspielhaus präsentiert die Uraufführung von «Rheinische Schatten», ein Stück über die Industriegeschichte der Region. Karten sind bereits jetzt knapp.
Der Januar zeigt, wie sehr Düsseldorf trotz Wirtschaftsmetropole eine Stadt der Kultur geblieben ist. Die kommenden Wochen werden entscheiden, ob das ambitionierte Programm das Publikum erreicht. Aber eines ist sicher: An Vielfalt mangelt es dieser Stadt nicht, auch nicht im kältesten Monat des Jahres.