Die Fußballwelt in Dortmund steht nicht still: Türkspor Dortmund hat einen überraschenden Trainerwechsel vollzogen. Sebastian Tyrala, 36 Jahre alt und erst seit dieser Saison im Amt, wurde nach einer Niederlagenserie durch den bisherigen Co-Trainer Sebastian Hering ersetzt. Die sportliche Talfahrt – drei Pleiten in den vergangenen vier Spielen – hat die Vereinsführung zum Handeln gezwungen.
Der neue Mann an der Seitenlinie kennt den Verein wie seine Westentasche. Hering arbeitet bereits seit 2020 bei Türkspor und hat sich als Fachmann einen Namen gemacht. «Wir brauchen jetzt einen neuen Impuls, um aus dieser schwierigen Phase herauszukommen», erklärt Vereinspräsident Ismail Arslan gegenüber lokalen Medien. «Sebastian hat unser volles Vertrauen.»
Was die Situation zusätzlich verschärft: Türkspor muss den Verlust eines Leistungsträgers verkraften. Neunfach-Torschütze Ramien Safi verlässt den Verein in Richtung Ligakonkurrent TSG Sprockhövel. Ein herber Verlust für die Offensive.
Ich habe in meinen Jahren als Sportreporterin in Baden-Württemberg ähnliche Situationen erlebt. Oft kann ein Trainerwechsel tatsächlich die erhoffte Wende bringen – gerade wenn der Neue die Mannschaft bereits kennt und nicht völlig neue Konzepte einführen muss.
Für Türkspor Dortmund geht es nun darum, schnell die Kurve zu kriegen. Der Klassenerhalt in der Oberliga Westfalen steht auf dem Spiel. Mit 17 Punkten aus 16 Spielen ist die Lage ernst, aber nicht hoffnungslos. Die Fans blicken gespannt auf das nächste Heimspiel: Wird der Trainerwechsel den erhofften «Hering-Effekt» bringen?