Als ich gestern durch Düsseldorf fuhr, fiel mir wieder auf, wie viele Autofahrer es mit dem Tempolimit nicht so genau nehmen. Die Stadt hat deshalb für die kommende Woche neue Blitzer-Standorte bekannt gegeben. Ab Montag werden mobile Geschwindigkeitsmessungen an mehreren neuralgischen Punkten durchgeführt – vor allem in der Nähe von Schulen und Kitas, wo viele Kinder unterwegs sind.
Laut Polizei Düsseldorf wurden im vergangenen Monat über 3.200 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Eine alarmierende Zahl, die zeigt, dass Kontrollen weiterhin notwendig sind.
«Unser Ziel ist nicht, Autofahrer abzukassieren, sondern Leben zu retten», betont Polizeihauptkommissar Werner Schmidt. Besonders im Fokus stehen diesmal die Münsterstraße, die Heinrich-Heine-Allee und der Südring. Dort wird das mobile Blitzgerät «Leivtec XV3» zum Einsatz kommen, das auch bei widrigen Wetterbedingungen präzise arbeitet.
Ich erinnere mich noch gut an einen schweren Unfall auf der Münsterstraße letzten Herbst, bei dem ein zu schnell fahrendes Auto ein Kind erfasste. Solche Bilder verfolgen einen als Berichterstatterin lange.
Neben den mobilen Messungen bleiben natürlich auch die festen Blitzeranlagen aktiv, etwa an der Brehmstraße und am Rheinufertunnel. Ein Bußgeld von mindestens 60 Euro droht bei Verstößen, bei höheren Überschreitungen sogar Punkte in Flensburg.
Wer übrigens meint, mit Blitzer-Apps sei man auf der sicheren Seite: Die Nutzung solcher Programme am Steuer ist verboten und kann mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt geahndet werden. Sicherer fährt, wer sich einfach an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält. Nicht nur dem eigenen Geldbeutel zuliebe, sondern vor allem für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.