In Düsseldorf eskalierte eine nächtliche Taxifahrt zu einem dramatischen Polizeieinsatz. Zwei Fahrgäste (21 und 22) weigerten sich in der Nacht zu Montag, den Fahrpreis zu bezahlen. Als der Taxifahrer sie zur Rede stellte, zog einer der Männer plötzlich eine Waffe und feuerte in die Luft. Anwohner der Hüttenstraße alarmierten sofort die Polizei, die mit einem Großaufgebot anrückte.
Die Beamten konnten beide Verdächtige noch vor Ort festnehmen. Bei den Durchsuchungen fanden sie nicht nur die Schusswaffe, sondern auch größere Mengen Kokain und Cannabis. «Die Männer hatten verschiedene Drogen in verkaufsfertiger Verpackung bei sich», erklärte ein Polizeisprecher gegenüber unserer Zeitung. Die Ermittlungen deuten auf Drogenhandel im größeren Stil hin.
Was die Geschichte besonders brisant macht: Beide Festgenommenen stammen aus einer berüchtigten Düsseldorfer Familie, die bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Der Vater sitzt derzeit eine mehrjährige Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung ab.
In meinen fast 20 Jahren als Journalistin habe ich immer wieder gesehen, wie sich kriminelle Karrieren in Familien fortsetzen. Dieser Fall zeigt dieses Muster besonders deutlich. «Wir beobachten solche familiären Verstrickungen häufiger im Drogenmilieu», bestätigt ein Kriminalbeamter, der anonym bleiben möchte.
Die Staatsanwaltschaft prüft nun Anklagen wegen bewaffneten Drogenhandels und Bedrohung. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Drogenkriminalität in Düsseldorf, die trotz verstärkter Polizeikontrollen weiter zunimmt. Bleibt zu fragen, ob Präventionsprogramme für Familien mit kriminellem Hintergrund ausreichen – oder ob wir neue Ansätze brauchen, um diesen Kreislauf zu durchbrechen.