Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Kölner Haie sind der große Gewinner des DEL-Jahresauftakts 2024. Mit beeindruckenden 14.741 Zuschauern im Rücken fegte das Team von Trainer Uwe Krupp die Nürnberg Ice Tigers mit 5:2 vom Eis. Der perfekte Start in einen Eishockey-Januar, der es wirklich in sich hat.
Was momentan in Köln passiert, lässt sich durchaus als kleines Wintermärchen bezeichnen. Die Haie surften auf einer Erfolgswelle in das neue Jahr – drei Siege am Stück stehen mittlerweile zu Buche. Besonders bemerkenswert: Die Art und Weise, wie die Domstädter auftreten. Selbstbewusst, fokussiert und mit einer Effizienz vor dem Tor, die Gegner zur Verzweiflung bringt.
«Wir haben aktuell einen guten Flow und das notwendige Selbstvertrauen», erklärte Haie-Kapitän Moritz Müller nach dem Sieg gegen Nürnberg. «Aber wir wissen auch, dass wir in dieser Liga jeden Tag aufs Neue abliefern müssen.» Diese Bodenständigkeit zeichnet die aktuelle Haie-Mannschaft aus, die sich nach Anlaufschwierigkeiten zu Saisonbeginn immer besser findet.
Besonders erfreulich aus Kölner Sicht: Die Offensive läuft wieder rund. Allein in den letzten drei Partien erzielten die Haie 14 Treffer – ein Wert, der in der Liga seinesgleichen sucht. Überragend dabei: Der erst 22-jährige Justin Schütz, der sich mit konstanten Leistungen in den Fokus spielt und zum Publikumsliebling avanciert.
Die Konkurrenz schaut derweil mit Respekt auf die Haie-Siegesserie. «Köln hat momentan einen Lauf und spielt sehr selbstbewusst», analysierte Nürnbergs Trainer Tom Rowe. «Wenn sie in dieser Form bleiben, sind sie definitiv ein Kandidat für die vorderen Plätze.»
Wie lange kann der Höhenflug der Kölner anhalten? Die kommenden Wochen werden es zeigen. Mit Spielen gegen die Topteams aus München und Berlin steht der wahre Härtetest noch bevor. Doch die Zuversicht ist groß an der Kölner Arena – vielleicht größer als seit langem.