Während der deutsche Winter uns fest im Griff hält, entflieht Dynamo Dresden dem Frost und verlagert die Vorbereitung auf die Rückrunde an die türkische Riviera. Mit einem beeindruckenden Aufgebot von 30 Spielern checkte die Mannschaft gestern Mittag am Dresdner Flughafen ein. Das Ziel: Belek, wo bis zum 21. Januar intensiv an der Form für die restliche Drittliga-Saison gearbeitet wird.
Trainer Markus Anfang lässt dabei nichts dem Zufall überlassen. «Wir haben uns bewusst für einen größeren Kader entschieden, um verschiedene taktische Varianten unter optimalen Bedingungen einzustudieren», erklärte der Coach kurz vor dem Abflug. Neben den etablierten Kräften bekommen auch die Nachwuchstalente Jonas Oehmichen, Tony Menzel und Johann Hiemann die Chance, sich im Trainingslager zu beweisen.
Nicht mit dabei sind dagegen die Langzeitverletzten Paul Will und Lars Bünning, die in Dresden bleiben, um ihr individuelles Aufbautraining fortzusetzen. Sportgeschäftsführer Thomas Brendel zeigt sich dennoch optimistisch: «Mit den beiden Testspielen gegen Pogon Stettin und Slavia Prag haben wir uns internationale Gegner ausgesucht, die uns wirklich fordern werden.»
Die mitgereisten Fans dürfen besonders gespannt auf die Neuzugänge Oliver Batista Meier und Christoph Daferner sein, die in Belek erstmals richtig mit der Mannschaft trainieren werden. Gerade Daferner, der bereits von 2020 bis 2022 für die Schwarz-Gelben auf Torejagd ging, weckt bei den Anhängern große Hoffnungen für den Kampf um den Aufstieg.
Die Dresdner starten als Tabellenzweiter in die Rückrunde und treffen am 20. Januar, direkt nach der Rückkehr aus der Türkei, im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres auf den FC Ingolstadt. Zeit für ausführliche Eingewöhnung bleibt also keine – in Belek muss der Feinschliff für die Mission Aufstieg sitzen.