Die Spannung steigt im Eishockey-Revier: Wenn die Soester EG am Freitagabend in Dortmund aufs Eis gleitet, geht es um mehr als nur einen normalen Ligaspieltag. Nach der bitteren 3:6-Heimniederlage gegen die Ratinger Ice Aliens brauchen die Börde-Cracks dringend Punkte, um den Anschluss an die Playoff-Plätze nicht zu verlieren.
«Wir müssen endlich über die gesamten 60 Minuten konstant spielen», mahnt SEG-Coach Kai Schmitz im Gespräch. Das Hauptproblem der vergangenen Wochen: Die immer wieder auftretenden Konzentrationsschwächen im zweiten Drittel. «Da lassen wir zu viel zu und schenken dem Gegner einfache Tore», so Schmitz weiter. Statistisch belegt: In den letzten vier Spielen kassierten die Soester satte 70 Prozent ihrer Gegentore im Mitteldrittel.
Die Dortmunder sind dabei keineswegs zu unterschätzen. Trotz ihrer Tabellenposition haben die Ruhrpott-Cracks zuletzt gegen Spitzenteams überraschend gepunktet. Besonders Torjäger Michal Spacek muss in Schach gehalten werden – seine 12 Tore in den letzten 8 Spielen sprechen für sich. Zudem kehrt mit Tim Lucca Krüger ein Ex-Soester ins Aufgebot zurück, der sicherlich besonders motiviert sein dürfte.
Für die Soester ist die Ausgangslage klar: Ein Sieg muss her. Mit dem wiedergenesenen Kapitän Dennis Schütt und dem formstarken Marlon Polter (5 Punkte aus den letzten 3 Spielen) stehen die Chancen nicht schlecht. Doch Eishockey wird bekanntlich nicht auf dem Papier entschieden, sondern auf dem Eis – und dort müssen die Börde-Cracks endlich wieder ihre wahre Klasse zeigen. Die Fans, die den kurzen Weg nach Dortmund auf sich nehmen, hoffen auf eine Wende zum Positiven in dieser durchwachsenen Saison.