Der Start ins Fußballjahr 2026 beginnt für Werder Bremen mit einem digitalen Knalleffekt. Beim Testspiel gegen den FC St. Pauli kam erstmals die neue «TrackSense»-Technologie zum Einsatz, die nicht nur den Spielern, sondern auch den 12.400 Zuschauern im Stadion völlig neue Einblicke ermöglichte. Über eine spezielle App konnten die Fans Echtzeit-Daten wie Laufwege, Sprintgeschwindigkeiten und sogar die Herzfrequenzen ihrer Lieblingsspieler verfolgen – ein bisher einzigartiges Erlebnis im deutschen Fußball.
Auf dem Platz entwickelte sich bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ein intensives Duell. St. Pauli, aktuell auf Platz 7 der Bundesliga, zeigte in der ersten Halbzeit die reifere Spielanlage. «Wir haben bewusst die Grundordnung verändert und mit einem asymmetrischen System experimentiert», verriet Pauli-Coach Fabian Hürzeler nach dem Spiel. Die Hamburger gingen folgerichtig in der 38. Minute durch einen präzisen Kopfball von Neuzugang Marcos López in Führung.
Nach der Pause drehte Werder auf. Besonders auffällig: Die Laufwerte des Teams stiegen im Vergleich zur ersten Hälfte um beeindruckende 18 Prozent – ein Wert, den die Zuschauer dank der neuen Technologie live mitverfolgen konnten. «Die Daten helfen uns, das Training besser zu steuern», erklärte Werder-Trainer Ole Werner. «Aber manchmal braucht es auch einfach Spielintelligenz.» Die bewies Mittelfeldspieler Felix Agu, der in der 67. Minute zum verdienten 1:1 traf.
In der Schlussphase hätte Werder das Spiel sogar noch drehen können, vergab jedoch zwei Großchancen. Am Ende blieb es beim 1:1 – ein leistungsgerechtes Ergebnis in einem Testspiel, das mehr war als nur eine sportliche Standortbestimmung. Die innovative Einbindung der Fans durch Echtzeit-Daten könnte die Art, wie wir Fußball erleben, nachhaltig verändern. Und für beide Teams gilt: Die digitale Revolution auf dem Platz hat gerade erst begonnen, während die Bundesliga-Rückrunde vor der Tür steht.