Der Himmel über Bad Ragaz hängt voller Wolken, aber Gregor Kobel strahlt. Während der Regen auf den Trainingsplatz des BVB prasselt, läuft der Schweizer Nationaltorhüter mit einem breiten Grinsen über den Rasen. «Für mich als Torwart ist das perfekt – der Ball rutscht schön, und ich kann mich richtig schmutzig machen», scherzt der 26-Jährige, während das Wasser von seiner Kappe tropft.
Die gute Laune hat einen Grund: Kobel fühlt sich pudelwohl beim BVB, und das sieht man. Nach seiner Vertragsverlängerung bis 2028 wirkt er befreit, trotz der Spekulationen um einen Wechsel zu Bayern München, die monatelang die Schlagzeilen bestimmten. «Die Gespräche liefen immer fair und offen», verrät ein Klubinsider. «Gregor hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er sich in Dortmund entwickeln will.»
Beim Training unter dem neuen Torwarttrainer Philipp Laux zeigt sich, warum Kobel als einer der besten Keeper Europas gilt. Selbst bei strömendem Regen bewegt er sich katzenartig, dirigiert lautstark seine Vorderleute und pariert einen Schuss nach dem anderen. Teamkollege Nico Schlotterbeck lobt: «Mit Greg im Rücken fühlen wir uns einfach sicherer. Er ist nicht nur ein Weltklasse-Torwart, sondern auch ein echter Leader.»
Nach den intensiven Einheiten nimmt sich Kobel Zeit für die rund 50 Fans, die trotz des miesen Wetters ausharren. Autogramme, Selfies, ein kurzes Gespräch – der Keeper wirkt entspannt und zugänglich. Die Vorfreude auf die neue Saison ist ihm anzumerken. «Wir haben noch viel vor», sagt er mit einem vielsagenden Lächeln und wischt sich den Regen aus dem Gesicht. Für den BVB könnte diese Einstellung Gold wert sein – egal bei welchem Wetter.