Die Polizei hat in Dortmund nach einem Bankraub in Gelsenkirchen einen wichtigen Fund gemacht. An einem abgestellten Auto entdeckten Ermittler Kennzeichen, die offenbar mit dem spektakulären Einbruch in die Sparkassen-Filiale zusammenhängen. Bei dem Raub am vergangenen Wochenende hatten Unbekannte ein Loch in die Außenwand der Bank gesprengt und zahlreiche Schließfächer aufgebrochen. Der Schaden geht in die Millionen.
Die Suche nach den Tätern läuft auf Hochtouren. In einer Seitenstraße unweit des Dortmunder Hauptbahnhofs fanden Polizisten nun die verdächtigen Kennzeichen an einem verlassenen Fahrzeug. «Die Spuren deuten auf eine gut organisierte Bande hin», sagt Kriminalhauptkommissar Thomas Reuter. «Wir gehen davon aus, dass mehrere Personen beteiligt waren, die sehr professionell vorgegangen sind.»
Die Kennzeichen waren zuvor als gestohlen gemeldet worden. Ein Anwohner hatte das Fahrzeug gemeldet, nachdem es mehrere Tage am selben Platz stand. Spezialisten der Spurensicherung untersuchen nun das Auto nach DNA-Spuren und Fingerabdrücken.
Während meiner Recherchen in Gelsenkirchen sprach ich mit mehreren Kunden der betroffenen Sparkasse. «Man fühlt sich nicht mehr sicher», sagte eine ältere Dame kopfschüttelnd. Die Bank hat inzwischen ein Beratungstelefon für betroffene Kunden eingerichtet.
In den letzten zwei Jahren hat sich die Zahl ähnlicher Bankeinbrüche in Nordrhein-Westfalen fast verdoppelt. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Der Vorfall zeigt: Auch im digitalen Zeitalter bleiben klassische Banküberfälle ein lukratives Geschäft für Kriminelle.