Seit dem frühen Dienstagmorgen geht auf der A3 in Richtung Köln nichts mehr. Ein Lastwagen, der quer über alle Fahrspuren steht, blockiert die Autobahn zwischen dem Kreuz Hilden und dem Dreieck Langenfeld. Tausende Pendler stecken fest. Nach Angaben der Polizei kann der Verkehr frühestens ab dem Mittag wieder fließen.
Der Vorfall ereignete sich gegen 4:30 Uhr, als der LKW-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. «Der Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon, aber die Bergungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig», erklärt Polizeisprecherin Melanie Schröder. Der Sattelzug hatte Metallteile geladen, die sich auf der Fahrbahn verteilt haben.
Die Auswirkungen sind weitreichend. Der Stau hat mittlerweile eine Länge von über 15 Kilometern erreicht und wächst weiter. Viele Autofahrer sind seit Stunden eingeschlossen, da es zwischen den betroffenen Anschlussstellen keine Ausfahrtmöglichkeiten gibt.
Besonders dramatisch: Dutzende Menschen mussten bereits von Einsatzkräften mit Getränken versorgt werden. «Es ist keine leichte Situation, besonders nicht bei diesen Temperaturen», berichtet ein Feuerwehrmann vor Ort.
Als ich vor einer Stunde die Unfallstelle passierte, sah ich verzweifelte Pendler neben ihren Autos stehen. Einige hatten improvisierte Schattenplätze geschaffen, andere teilten Wasserflaschen.
Die Polizei empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren. Der Verkehr wird aktuell über die A46 und A59 umgeleitet. Experten des ADAC rechnen damit, dass die Beeinträchtigungen noch bis in den Nachmittag anhalten werden.
Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie anfällig unsere Verkehrsinfrastruktur ist. Ein einziger Unfall kann das Verkehrsnetz einer ganzen Region lahmlegen. Wie lange werden wir noch auf bessere Konzepte warten müssen?