In der Nähe von Antalya schwitzt Dynamo Dresden seit Donnerstag für den Aufstieg. Das Trainingslager der SGD in der Türkei steht unter besonderen Vorzeichen: Mit Thomas Brendel hat ein neuer Sportdirektor übernommen, und drei frische Spieler sind an Bord. Besonders im Fokus steht Torwart-Talent Daniel Mesenhöler, der nach seinem überraschenden Wechsel von Viktoria Berlin erstmals im Dynamo-Training zu sehen ist.
Die Stimmung im Team wirkt gelöst, trotz der intensiven Einheiten unter der türkischen Sonne. «Wir haben bewusst den Kader verstärkt, um neue Impulse zu setzen», erklärt Cheftrainer Markus Anfang beim Pressegespräch am Strand. Neben Mesenhöler sollen auch die Neuzugänge Robin Meißner und Jonas Sterner frischen Wind bringen.
Brendels erste Amtshandlungen als Sportchef zeigen eine klare Linie. Der 58-Jährige, den ich noch aus meiner Zeit als Lokalreporterin in Baden-Württemberg kenne, gilt als akribischer Arbeiter mit Blick fürs Detail. «Wir wollen die Mannschaft punktuell verstärken, nicht umkrempeln», sagt er mir beim Frühstück im Teamhotel.
Kapitän Stefan Kutschke trainiert nach seiner Verletzung wieder mit der Mannschaft. Eine gute Nachricht für die Dresdner, die in der 3. Liga aktuell auf Platz drei stehen. In den Testspielen gegen Gençlerbirliği und den ungarischen Erstligisten Puskás Akadémia FC will Anfang verschiedene Systeme testen.
Die Fußballherzen in Dresden schlagen höher. Nach dem Beinahe-Aufstieg in der Vorsaison ist die Erwartungshaltung groß. Ob die Wintervorbereitung in der Türkei den entscheidenden Schub bringt? Die Weichen jedenfalls sind gestellt – jetzt müssen nur noch die Ergebnisse stimmen.