In Regensburg kämpfen seit den frühen Morgenstunden mehr als 150 Einsatzkräfte gegen einen Großbrand in einer Lagerhalle im Stadtosten. Dichter schwarzer Rauch zieht über das Stadtgebiet. Die Feuerwehr musste mehrere angrenzende Wohngebäude evakuieren, da die Flammen zeitweise auf benachbarte Häuser überzugreifen drohten. Nach Angaben der Polizei wurden bislang fünf Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Der Brand brach gegen 5:30 Uhr in der Lagerhalle eines Unternehmens für Garten- und Landschaftsbau aus. Als ich gegen 7 Uhr am Einsatzort eintraf, standen bereits Teile des Gebäudekomplexes in Vollbrand. «Die Lage war zunächst sehr unübersichtlich», berichtet Einsatzleiter Michael Heigl. «Wir mussten schnell handeln, um die Anwohner in Sicherheit zu bringen.»
Besonders problematisch: In der Halle waren laut Feuerwehr auch Gasflaschen und andere brennbare Materialien gelagert. Mehrere Explosionen erschütterten das Gebiet. Die Polizei sperrte weiträumig ab.
Über die Warn-App NINA wurden Anwohner im Umkreis von zwei Kilometern aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine dunkle Rauchsäule war bis ins Umland sichtbar. «Es war beängstigend, wie schnell sich der Rauch ausbreitete», erzählt mir die Anwohnerin Maria Huber, die ihr Haus überstürzt verlassen musste.
Die Brandursache ist noch unklar. Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen im mittleren sechsstelligen Bereich liegen. In München hatte ich schon ähnliche Brände erlebt, aber selten mit so vielen betroffenen Anwohnern.
Die Stadt Regensburg hat für die Evakuierten eine Notunterkunft in einer nahegelegenen Turnhalle eingerichtet. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer besuchte bereits den Einsatzort und sicherte schnelle Hilfe zu. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch bis in den späten Nachmittag andauern. Dieser Brand zeigt wieder einmal: Bei der Lagerung gefährlicher Stoffe in Wohngebieten müssen die Sicherheitsvorschriften auf den Prüfstand.