In Berlin bereiten sich Anwohner und Behörden auf einen drastischen Wetterumschwung vor. Nach den milden Temperaturen der letzten Tage soll ein Kaltlufteinbruch die Hauptstadt erreichen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt: Ab Donnerstag fallen die Temperaturen auf bis zu minus 5 Grad, in den Außenbezirken sogar bis minus 8 Grad.
«Wir stehen vor dem ersten echten Wintereinbruch dieser Saison», erklärt Meteorologin Katja Weber vom DWD. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hat bereits 37.000 Tonnen Streusalz eingelagert und hält 600 Mitarbeiter für den Winterdienst bereit. Besonders tückisch wird der Übergang: Während am Mittwoch noch Regen fällt, verwandeln sich die nassen Straßen über Nacht in gefährliche Rutschbahnen.
Ich habe solche abrupten Wetterumschwünge in Berlin schon oft beobachtet – sie treffen die Stadt meist härter als das Umland. Die dichte Bebauung speichert zunächst die Wärme, kann aber dem plötzlichen Temperatursturz dann wenig entgegensetzen. Die BVG hat bereits angekündigt, zusätzliche Busse und Bahnen bereitzuhalten, falls es zu Störungen im Nahverkehr kommt.
Der Wintereinbruch wird voraussichtlich bis mindestens Mitte nächster Woche anhalten. Für Berliner heißt das: Warme Kleidung, rutschfeste Schuhe und ausreichend Zeit für die Wege einplanen. «Die Frage ist nicht, ob es glatt wird, sondern nur wann und wie stark», meint Weber. Während Kinder sich auf Schneeballschlachten freuen, sehen Pendler den kommenden Tagen mit gemischten Gefühlen entgegen.