Die Schneepracht ist zurück – und mit ihr die Arbeit auf Kölns Straßen. Seit 4 Uhr heute Morgen sind die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) im Dauereinsatz. Mit 130 Fahrzeugen kämpfen sie gegen Schnee und Glätte auf den wichtigsten Verkehrsadern der Stadt. Der Winterdienst hatte im Vorfeld bereits über 2.000 Tonnen Streusalz und 500.000 Liter Salzlösung bereitgestellt.
«Wir konzentrieren uns zunächst auf die Hauptverkehrsstraßen, besonders die Strecken für Busse und Bahnen», erklärt AWB-Sprecherin Stefanie Rhein. In einem zweiten Schritt werden dann Nebenstraßen geräumt. An manchen Stellen hilft nur noch schweres Gerät – besonders beeindruckend zu sehen am Rheinufer, wo die großen Räumfahrzeuge seit den frühen Morgenstunden unterwegs sind.
Die Auswirkungen des Wintereinbruchs sind im ganzen Stadtgebiet spürbar. «Man merkt, dass viele Kölner heute lieber zu Hause bleiben», beobachte ich auf meinem Weg durch die Innenstadt. Die sonst so belebten Plätze wirken wie ausgestorben, nur vereinzelt sieht man Menschen, die sich vorsichtig ihren Weg durch den Schnee bahnen.
Der Kölner Verkehrsverbund (KVV) meldet bereits erhebliche Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr. Einige Buslinien mussten ganz eingestellt werden. Ein Blick auf die Unfallstatistik der Polizei zeigt zudem eine deutliche Zunahme von Glätteunfällen in den vergangenen 24 Stunden.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll der Schneefall noch bis zum Nachmittag anhalten. Die AWB ruft die Bürger dazu auf, wenn möglich zu Hause zu bleiben und unnötige Fahrten zu vermeiden. Wer dennoch raus muss: Vorsicht und ausreichend Zeit einplanen. Bei diesem Winterchaos ist Geduld gefragt – und ein bisschen Freude an der weißen Pracht darf trotz aller Unannehmlichkeiten auch sein.