Der Winter hat Düsseldorf fest im Griff: Seit den frühen Morgenstunden sorgen Schnee und Glatteis für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Die Polizei meldet bis zum Mittag bereits 47 witterungsbedingte Unfälle im Stadtgebiet. Bisher blieb es bei Blechschäden – ein Glück im Unglück für die Betroffenen in der Landeshauptstadt.
Die städtischen Räumfahrzeuge sind seit 3 Uhr morgens im Dauereinsatz. «Unsere Priorität liegt auf den Hauptverkehrsstraßen und ÖPNV-Strecken», erklärt Thomas Müller von der Düsseldorfer Stadtreinigung. «Trotz aller Bemühungen können wir nicht überall gleichzeitig sein.» Die Rheinbahn meldete am Vormittag Verspätungen auf fast allen Linien, besonders im Stadtrandbereich.
Als ich am Morgen durch Flingern fuhr, standen Autos mit Warnblinkern auf den Nebenstraßen – viele Fahrer trauten sich nicht weiter. An der Kölner Straße beobachtete ich, wie Passanten einer älteren Dame halfen, die auf dem vereisten Gehweg ausgerutscht war.
«Die Wetterlage bleibt bis mindestens Donnerstag kritisch«, warnt Meteorologe Dr. Bernd Schneider vom Deutschen Wetterdienst. «Wir rechnen mit weiteren fünf bis acht Zentimetern Neuschnee und anhaltender Glätte durch überfrierende Nässe.»
Für die Stadt ist der plötzliche Wintereinbruch eine echte Bewährungsprobe. Die Krankenhäuser berichten bereits von einer Zunahme sturzbedingter Verletzungen. Pendler sollten morgen mehr Zeit einplanen – und vielleicht überlegen: Muss die Fahrt wirklich sein? Manchmal ist Stillstand die klügere Bewegung.