Der Schneesturm hat Dresden fest im Griff. Seit den frühen Morgenstunden fegt Sturmtief Elli über die sächsische Landeshauptstadt hinweg. Die Stadt kämpft mit starkem Schneefall und Windböen von bis zu 70 km/h. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung herausgegeben, die voraussichtlich bis morgen früh bestehen bleibt.
«Die Lage ist angespannt, aber unter Kontrolle», berichtet Feuerwehrsprecher Michael Klahre. Besonders betroffen sind die höheren Lagen wie Klotzsche und Weißer Hirsch, wo bereits bis zu 15 Zentimeter Neuschnee liegen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe melden zahlreiche Verspätungen und Ausfälle. Auf den Straßen geht es nur im Schritttempo voran.
Ich erinnere mich an ähnliche Wetterlagen in den vergangenen Jahren, aber die Kombination aus Sturm und Schnee macht die Situation besonders herausfordernd. Bei meinem morgendlichen Weg durch die Stadt sah ich zahlreiche hängengebliebene Autos und Menschen, die sich vorsichtig durch die verschneiten Straßen kämpften.
«Wir raten dringend dazu, unnötige Wege zu vermeiden«, warnt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Die Winterdienste sind seit 3 Uhr morgens im Dauereinsatz, kommen aber kaum nach. Laut Wettervorhersage soll der Schneefall am Abend noch zunehmen, weitere 10 bis 15 Zentimeter werden erwartet.
Für die Dresdner ist es eine Geduldsprobe. Während Kinder den überraschenden Schnee feiern, stehen viele Berufstätige vor logistischen Herausforderungen. Die Frage bleibt: Wie lange hält uns Elli noch in Atem? Möglicherweise steht uns die härteste Phase noch bevor.