Die Nacht, in der Sturmtief «Elli» über Düsseldorf fegte, verlief glimpflicher als befürchtet. Nach Angaben der Feuerwehr sind bis zum frühen Samstagmorgen keine größeren Schäden zu verzeichnen. Trotz Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde mussten die Einsatzkräfte nur vereinzelt ausrücken – hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste.
«Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen», sagt Feuerwehrsprecher Thomas Kleist. «Die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer haben die Warnungen ernst genommen und sich entsprechend verhalten.» Die Nacht verlief deutlich ruhiger als beim letzten Sturm vor drei Wochen, als über 120 Einsätze gezählt wurden.
Auf dem Wochenmarkt am Carlsplatz haben einige Händler heute vorsorglich ihre Stände nicht aufgebaut. «Bei solchen Windböen riskiere ich nichts», erklärt Gemüsehändler Markus Winters, der seit 15 Jahren auf dem Markt steht. «Lieber ein Tag ohne Umsatz als ein zerstörter Stand.«
In der Altstadt sind die Außengastronomien größtenteils eingeholt oder gesichert. Der städtische Bauhof hat bereits in den frühen Morgenstunden begonnen, vereinzelte Äste und kleinere Bäume zu beseitigen. Der Rheinpegel ist leicht angestiegen, befindet sich aber noch im normalen Bereich.
Auch im öffentlichen Nahverkehr kam es nur zu geringen Einschränkungen. Lediglich die Linie 701 musste kurzzeitig umgeleitet werden, nachdem ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war. Nach meiner Beobachtung am Hauptbahnhof heute früh nahmen die meisten Pendler die Situation gelassen hin.
Für den Rest des Tages rechnet der Deutsche Wetterdienst mit abnehmenden Windgeschwindigkeiten. Ab Sonntagmittag soll sich die Lage komplett beruhigen. Eine gute Nachricht für alle, die morgen den verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt nutzen wollen. Bleibt zu hoffen, dass uns auch die nächsten Stürme so gnädig behandeln werden.