Der Stadtbahn-Unfall an der B1 in Dortmund legt den Verkehr lahm. Heute Morgen gegen 9:30 Uhr kollidierte eine Stadtbahn der Linie U47 mit einem Auto an der Kreuzung B1/Voßkuhle. Laut Polizei Dortmund wurde niemand schwer verletzt, aber sowohl der Stadtbahn- als auch der Autoverkehr sind massiv beeinträchtigt. Hunderte Pendler stecken im Stau.
An der Unfallstelle herrscht seit Stunden Chaos. Die Stadtbahn steht quer auf den Gleisen, Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei sichern den Bereich weiträumig ab. Augenzeugen berichten, der Autofahrer habe möglicherweise eine rote Ampel übersehen. «Wir können zum genauen Unfallhergang noch keine gesicherten Angaben machen», erklärt Polizeisprecherin Sandra Müller vor Ort. «Die Ermittlungen laufen.»
Die DSW21 hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet, der jedoch selbst im Stau feststeckt. Besonders ärgerlich für die vielen Berufspendler: Die B1 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern im Ruhrgebiet. «Ich stehe seit über einer Stunde», seufzt Michael Weber (43), der zur Arbeit nach Unna unterwegs ist.
Als ich vor zwanzig Minuten die Unfallstelle passierte, sah ich frustrierte Autofahrer, die versuchten, über Nebenstraßen auszuweichen – was die Situation in den umliegenden Wohngebieten verschärft. Die Polizei bittet Autofahrer, den Bereich großräumig zu umfahren.
Nach aktuellen Schätzungen wird die Sperrung noch mindestens bis zum frühen Nachmittag andauern. Die Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig, da ein Spezialkran angefordert werden musste. Für Dortmund ist es bereits der dritte größere Verkehrsunfall innerhalb einer Woche – ein Umstand, der die Diskussion um die Verkehrssicherheit an den großen Kreuzungen der Stadt neu entfacht.