Der Dresdner Nachthimmel erstrahlte gestern in einem leuchtenden Kunstwerk: Ein Apfelbaum aus 250 Drohnen verzauberte tausende Zuschauer am Elbufer. Die digitale Lichtinstallation war der Höhepunkt des Stadtfestes und zog Menschen aller Altersgruppen an. Das Spektakel begann pünktlich um 21:30 Uhr und war bis zu zwei Kilometer weit sichtbar.
«Es war atemberaubend», schwärmt Anna Weber (42), die mit ihrer Familie extra aus dem Umland angereist war. «Die Drohnen bewegten sich so präzise, als ob ein echter Baum am Himmel wachsen würde.» Die computergesteuerten Flugobjekte formten zunächst einen Stamm, dann Äste und schließlich die leuchtenden Früchte in verschiedenen Rot- und Goldtönen.
Hinter der 15-minütigen Show steckt das Dresdner Technologie-Startup «SkyCanvas», das bereits internationale Aufmerksamkeit erregt hat. «Wir wollten ein Symbol für Dresden erschaffen, das Tradition und Innovation verbindet», erklärt Geschäftsführer Markus Stein. Der Apfel steht dabei für die fruchtbaren Elbhänge rund um die Stadt.
Als langjährige Beobachterin der Dresdner Kulturszene war ich besonders beeindruckt vom Zusammenspiel aus Technik und Poesie. Wo früher aufwändige Feuerwerke den Himmel erhellten, zeigt sich heute eine umweltfreundlichere Alternative.
Die Stadt plant nach dem überwältigenden Erfolg bereits weitere Drohnenshows für kommende Veranstaltungen. Bürgermeisterin Klein nannte es «den Beginn einer neuen Tradition für unsere Stadt». Bleibt die Frage: Welche Symbole werden als nächstes den Dresdner Nachthimmel erleuchten?