An diesem Montag ist es endlich soweit: Das neue Fahrradparkhaus am Münchner Hauptbahnhof hat seine Türen geöffnet. In der modernen Anlage finden 1.400 Räder einen sicheren Platz. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Mobilitätswende in der bayerischen Landeshauptstadt, wo täglich tausende Pendler:innen ankommen.
Das zweistöckige Parkhaus liegt direkt am nördlichen Ausgang des Hauptbahnhofs. Für mich als langjährige Beobachterin der städtischen Entwicklung ist besonders bemerkenswert, wie schnell der Bau realisiert wurde – in nur 18 Monaten stand die Konstruktion. Kosten: rund 7,3 Millionen Euro.
«Endlich können wir den Umstieg vom Zug aufs Rad deutlich erleichtern», erklärt Oberbürgermeister Dieter Reiter bei der Eröffnungszeremonie. Die Nutzung ist zunächst kostenlos, ab Herbst werden die ersten 24 Stunden 1,50 Euro kosten, jede weitere 1 Euro.
Das Sicherheitskonzept überzeugt: Videoüberwachung, elektronische Zugangskontrolle und helle Beleuchtung sollen Diebstähle verhindern. In meinen Gesprächen mit den ersten Nutzer:innen höre ich durchweg positive Resonanz. «Endlich muss ich mein teures E-Bike nicht mehr an überfüllten Straßenständern abstellen», freut sich Pendlerin Maria K. aus Dachau.
Besonders praktisch: Im Parkhaus gibt es auch eine kleine Reparaturstation mit Luftpumpe und Werkzeug für kleinere Pannen. München folgt damit dem Vorbild niederländischer Städte, die seit Jahren auf solche Konzepte setzen. Die Frage bleibt: Reichen 1.400 Plätze langfristig aus? Angesichts steigender Fahrradnutzung könnte dies nur der Anfang einer neuen Infrastruktur sein.