Am Freitagmorgen kam der Verkehr auf der A8 in Richtung München nahezu zum Erliegen. Nach einem schweren Unfall zwischen drei Fahrzeugen musste die Autobahn bei Hofoldinger Forst zeitweise vollständig gesperrt werden. Die Rettungsarbeiten begannen gegen 7:30 Uhr, genau während des morgendlichen Berufsverkehrs.
Der Stau erreichte zeitweise eine Länge von über 15 Kilometern. «Wir rechnen mit Verzögerungen von mindestens zwei Stunden», erklärte ein Sprecher der Verkehrspolizei München. Zwei Personen wurden bei dem Unfall verletzt, eine davon schwer. Ein Rettungshubschrauber landete auf der Fahrbahn, um einen der Verletzten in eine Münchner Klinik zu transportieren.
Nach meinen Beobachtungen vor Ort war die Stimmung unter den wartenden Autofahrern angespannt. Viele stiegen aus ihren Fahrzeugen aus, telefonierten mit Arbeitgebern oder versuchten, sich über Umleitungsmöglichkeiten zu informieren. Ein Pendler aus Rosenheim, der täglich nach München fährt, meinte: «Ich kenne diese Strecke seit zwanzig Jahren, aber so schlimm wie heute war es selten.«
Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig, da Trümmerteile über alle drei Fahrspuren verteilt waren. Gegen 10:30 Uhr konnte zunächst der linke Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Die komplette Aufhebung der Sperrung wird für den frühen Nachmittag erwartet.
Die A8 zwischen Salzburg und München gilt als Nadelöhr. Mit durchschnittlich 120.000 Fahrzeugen pro Tag ist sie eine der meistbefahrenen Autobahnen Bayerns. Der heutige Vorfall zeigt einmal mehr, wie schnell das empfindliche Verkehrsnetz im Münchner Umland an seine Grenzen stößt.