Die Bundesregierung plant eine neue E-Auto-Förderung für einkommensschwache Haushalte, die möglicherweise auch rückwirkend gelten soll. Nach dem abrupten Ende der Umweltprämie im Dezember 2023 könnten nun Käufer mit geringem Einkommen wieder unterstützt werden. Bis zu 4.000 Euro Zuschuss für bereits gekaufte Elektrofahrzeuge stehen im Raum, wie aus dem aktuellen Planungsstand hervorgeht.
Die Förderung richtet sich gezielt an Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 Euro. Wer sein E-Auto nach dem 17. Dezember 2023 bestellt oder zugelassen hat, könnte davon profitieren. Aus meinen Gesprächen mit Brancheninsidern weiß ich, dass diese Maßnahme dringend erwartet wird. «Die Verunsicherung nach dem plötzlichen Förderstopp war enorm», erklärt Prof. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach.
Die Neuregelung soll Teil eines größeren Maßnahmenpakets sein, das auch Investitionen in die Ladeinfrastruktur umfasst. Besonders in Düsseldorf, wo ich die Entwicklung der E-Mobilität seit Jahren beobachte, fehlt es noch immer an ausreichend Ladesäulen in Wohngebieten. Die Automobilbranche begrüßt die geplante Förderung grundsätzlich. «Wir brauchen Kontinuität bei den Förderinstrumenten», betont ein Sprecher des Verbands der Automobilindustrie.
Für betroffene Käufer bedeutet dies: Noch keine Anträge stellen, aber Kaufbelege sorgfältig aufbewahren. Die Details zur Antragstellung sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Wer bereits ein E-Auto bestellt hat, sollte prüfen, ob sein Einkommen unter der Fördergrenze liegt. Die Frage bleibt: Kann diese sozial ausgerichtete Förderung den Durchbruch der E-Mobilität in Deutschland beschleunigen – oder bleibt sie ein Tropfen auf den heißen Stein?