In Hamburg kam es heute Morgen zu einem verheerenden Unfall zwischen einem Linienbus und einer S-Bahn. Ein 17-jähriger Fahrgast starb, mindestens 16 weitere Menschen wurden verletzt. Der Bus der Linie 22 wurde an einem Bahnübergang im Stadtteil Schnelsen von der S-Bahn erfasst und mehrere Meter mitgeschleift.
Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Mehr als 100 Rettungskräfte kümmerten sich um die Verletzten, die in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden. Drei Personen schweben noch in Lebensgefahr. Der Busfahrer erlitt einen Schock und wird psychologisch betreut.
«Es ist ein Albtraum für alle Beteiligten», sagt Einsatzleiter Jörg Müller. «Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.» Augenzeugen berichten, der Bus sei trotz geschlossener Schranke auf den Bahnübergang gefahren. Die Polizei untersucht nun, ob technisches Versagen oder menschliches Fehlverhalten die Ursache war.
Als ich vor Jahren über einen ähnlichen Unfall in Baden-Württemberg berichtete, habe ich erlebt, wie tief solche Tragödien eine Gemeinschaft erschüttern können. Auch in Hamburg ist die Betroffenheit groß. Anwohner haben spontan Blumen am Unfallort niedergelegt.
Der Bahnverkehr bleibt voraussichtlich bis zum Abend unterbrochen. Die Hamburger Verkehrsbetriebe haben einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Experten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung sind bereits vor Ort, um die genaue Unfallursache zu ermitteln.
Was bleibt, sind Fragen zur Sicherheit an Bahnübergängen. Müssen zusätzliche Schutzmaßnahmen her? Die Tragödie von Hamburg könnte ein Weckruf sein, bestehende Sicherheitssysteme neu zu bewerten.