Die Debatte um Sicherheit an der Hohwart in Dortmund-Wambel geht weiter. Eltern fordern seit Jahren einen Schutzzaun zwischen Spielplatz und vielbefahrener Straße. Die Stadt lehnt diesen jedoch aus Kostengründen ab, obwohl Kinder immer wieder gefährlich nahe an der Straße spielen. Laut Anwohnerinitiative kostet ein einfacher Zaun nur etwa 3.000 Euro – für die Stadt aber offenbar zu viel.
Vor Ort zeigt sich die Problematik deutlich. Während Kinder auf der Grünfläche toben, rauschen Autos mit Tempo 50 vorbei. «Wir beobachten regelmäßig, wie Bälle auf die Straße rollen und Kinder hinterherlaufen», berichtet Anwohnerin Sonja Weber. Die Stadt argumentiert, dass bereits ein Spielplatz mit Zaun existiert und Eltern ihre Aufsichtspflicht wahrnehmen müssten.
Doch diese Haltung stößt auf Unverständnis. Der Bezirksbürgermeister setzt sich für eine Lösung ein: «Ein Zaun wäre die einfachste und schnellste Maßnahme.» Die Stadt prüft stattdessen eine Tempolimitreduzierung, was jedoch Jahre dauern könnte. Eine pragmatische Zwischenlösung bleibt aus.
Ich habe in meinen fast zwanzig Jahren als Journalistin immer wieder erlebt, wie Verwaltungslogik auf Alltagsrealität trifft – selten harmonisch. Die Frage bleibt: Wieviel ist uns die Sicherheit unserer Kinder wert? Manchmal scheint ein einfacher Zaun nicht nur eine Barriere zur Straße, sondern auch zum gesunden Menschenverstand zu sein.