Der Boden bebt unter der Düsseldorfer Messegesellschaft – im positiven Sinne. Mit einem Umsatz von 448 Millionen Euro im Jahr 2023 verzeichnet sie ein Wachstum von fast 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders spannend: Die Messe expandiert nun mit gleich drei neuen Veranstaltungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gleichzeitig wird in Düsseldorf selbst der Drohnenmarkt erobert.
«Wir gehen dorthin, wo unsere Kunden sind», erklärt Messechef Wolfram Diener die Expansion in die Golfregion. Ab 2025 werden die bekannten Düsseldorfer Messen ProWein, BEAUTY und TOS in Dubai stattfinden. Eine clevere Strategie, die auf dem Heimatmarkt längst Erfolg zeigt. Hier hat sich die Messegesellschaft beeindruckend von der Corona-Delle erholt.
Die Zahlen sprechen für sich: 27.400 Aussteller aus 138 Ländern präsentierten sich 2023 in Düsseldorf. Besonders bemerkenswert finde ich als langjährige Beobachterin der Wirtschaftslandschaft NRW, wie die Messe den digitalen Wandel nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet. Mit der neuen Drohnenmesse «Drones & eVTOL» setzt Düsseldorf ab September 2024 auf einen Zukunftsmarkt, der laut Branchenkennern bis 2030 ein Volumen von 55 Milliarden Dollar erreichen soll.
«Die Luftmobilität wird unser Leben verändern», prognostiziert Diener. Dass ausgerechnet Düsseldorf diesen Trend aufgreift, überrascht nicht. Seit meiner Zeit als Wirtschaftsreporterin in NRW beobachte ich, wie die Stadt stets neue Märkte erschließt – oft mit rheinischer Gelassenheit, aber konsequent.
Was bedeutet das für den Wirtschaftsstandort? Die Messe bleibt ein wichtiger Wirtschaftsmotor: Jeder Messeeuro bringt der Stadt sieben Euro Umwegsrendite. Während die Messebranche weltweit noch um Erholung ringt, positioniert sich Düsseldorf bereits für die Zukunft – zwischen Drohnen und Wüstensand.