Die bayerische Landeshauptstadt verwandelt sich am kommenden Wochenende wieder in einen glitzernden Treffpunkt der deutschen Filmbranche. Am Freitag wird im Prinzregententheater der Bayerische Filmpreis verliehen – eine der prestigeträchtigsten Auszeichnungen der deutschen Filmlandschaft. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) überreicht die mit insgesamt 300.000 Euro dotierten Preise an Filmschaffende in 13 Kategorien.
Während meiner fast zwanzig Jahre als Kulturreporterin habe ich selten eine Veranstaltung erlebt, bei der sich Glamour und echte Filmleidenschaft so nahtlos verbinden wie beim «bayerischen Oscar». Besonders im Fokus steht dieses Jahr die Schauspielerin Sandra Hüller, die für ihre beeindruckenden Leistungen in «Anatomie eines Falls» und «The Zone of Interest» mit dem Ehrenpreis des Ministerpräsidenten ausgezeichnet wird.
«Sandra Hüller hat mit ihren jüngsten internationalen Erfolgen Filmgeschichte geschrieben», erklärt Digitalminister Fabian Mehring. Die in Suhl geborene Schauspielerin hat mit ihrer Oscar-Nominierung nicht nur sich selbst, sondern dem gesamten deutschen Film zu weltweiter Anerkennung verholfen.
Parallel zur Preisverleihung öffnet am Samstag und Sonntag das Filmfest München seine Pforten für alle Filmbegeisterten. Beim «Open Air Kino» im Münchner Werksviertel können Besucherinnen und Besucher aktuelle Produktionen unter freiem Himmel genießen – ein Format, das seit der Pandemie besonders beliebt geworden ist.
Für die bayerische Filmwirtschaft ist dieses Wochenende mehr als nur Glamour. Es unterstreicht die Bedeutung des Freistaats als Filmstandort in Deutschland. Wie mir ein Produzent aus dem Münchner Umland kürzlich sagte: «Hier schlägt das Herz des deutschen Films – trotz aller Herausforderungen durch internationale Streaming-Giganten.»