In München steht ein Filmfest der besonderen Art bevor: Das «Filmwochenende München 2024» verspricht glamouröse Premieren und internationale Stars in der bayerischen Landeshauptstadt. Ab Donnerstag verwandeln sich die Kinos am Gasteig und im Deutschen Museum in Treffpunkte für Filmfans und Branchengrößen. Erwartet werden mehr als 15.000 Besucherinnen und Besucher, die aus 28 Ländern anreisen, um Teil dieses kulturellen Höhepunkts zu sein.
Die Veranstalter haben ein abwechslungsreiches Programm mit 120 Filmen zusammengestellt. Im Mittelpunkt steht die Weltpremiere des Dramas «Lichtblicke», bei der Hauptdarstellerin Emma Thompson anwesend sein wird. «München ist für mich eine Herzensstadt. Die Filmkultur hier ist so lebendig wie kaum woanders in Europa», erklärte die Oscar-Preisträgerin im Vorfeld. Auch der bayerische Film kommt nicht zu kurz – mit der Premiere von «Bergwelten», einer Hommage an die Alpenregion.
Was mich besonders beeindruckt: Die Organisatoren haben diesmal gezielt auf Nachwuchstalente gesetzt. Als ich vor zwei Jahren über das Festival berichtete, dominierten noch die etablierten Namen. Nun gibt es eine eigene Sektion für Filmschaffende unter 30. Der Festivalleiter Thomas Weber sieht darin die Zukunft: «Wir müssen jungen Stimmen eine Plattform bieten, sonst verlieren wir die Vielfalt im Kino.»
Interessant ist auch die neue Open-Air-Leinwand am Marienplatz, wo abends kostenlose Vorführungen stattfinden. Die Idee dahinter: Kino soll alle erreichen, unabhängig vom Geldbeutel. Für die Münchner Kulturszene bedeutet das Festival einen wichtigen Impuls nach schwierigen Jahren. Die Frage bleibt: Kann das Filmwochenende langfristig mit den großen Festivals in Berlin und Cannes mithalten? Die Weichen dafür werden jetzt gestellt.