Düsseldorf steigt zur internationalen Musikmetropole auf und rangiert inzwischen auf Platz 64 der weltweit attraktivsten Konzertstandorte. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Onlineportals Gigantic hervor, das Daten zu Konzerten in 470 Städten weltweit ausgewertet hat. Besonders beeindruckend: Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt konnte sich um 30 Plätze verbessern.
Als ich gestern durch die Düsseldorfer Altstadt schlenderte, war die musikalische Vielfalt überall spürbar. Vom PSD Bank Dome bis zur Mitsubishi Electric Halle – die Stadt pulsiert förmlich vor musikalischer Energie. Nicht weniger als 207 Konzerte mit internationalen Künstlern zog Düsseldorf im vergangenen Jahr an. Zum Vergleich: Berlin lockte mit 736 Konzerten und landete auf Platz 14 der Weltrangliste.
«Düsseldorf hat sich als verlässlicher Partner für Konzertveranstalter etabliert», erklärt Michael Brill, Geschäftsführer der D.Live GmbH, die mehrere Veranstaltungsorte in der Stadt betreibt. Die Coronapandemie scheint die Musikszene nicht nachhaltig geschwächt zu haben – im Gegenteil.
Besonders die neue Merkur Spiel-Arena mit 54.600 Plätzen hat sich als Magnet für Großveranstaltungen erwiesen. International hat London die Nase vorn mit über 13.000 Konzerten, gefolgt von Los Angeles und New York.
Für die Düsseldorfer Wirtschaft bedeutet jedes Konzert bares Geld. Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel profitieren von den Musikfans, die oft von weither anreisen. «Ein Taylor-Swift-Konzert kann der Stadt mehrere Millionen Euro an Umsatz bringen», schätzt der Tourismusverband.
Ob dieser Trend anhält? In meinen fast zwanzig Jahren als Journalistin habe ich viele Städte kommen und gehen sehen. Düsseldorf aber scheint auf einem guten Weg, sich dauerhaft als Musikstadt zu etablieren. Und das ist mehr als nur eine Frage des Prestiges – es ist ein wirtschaftlicher und kultureller Gewinn für die gesamte Region.